Quaddeltherapie – ein schonendes Verfahren zur Behandlung von Schmerzen und Verspannungen
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Was ist eine Quaddeltherapie?
In unserer Hausarztpraxis Amsel 5 in Essen-Stadtwald begegnen wir täglich Menschen, die unter Muskelverspannungen, wiederkehrenden Schmerzen des Bewegungsapparates oder funktionellen Beschwerden leiden. Die Quaddeltherapie ist ein bewährtes, gut steuerbares Verfahren, das wir als ergänzenden Baustein in der individuellen Behandlung einsetzen. Ziel ist es, Beschwerden zu lindern und die Beweglichkeit im Alltag zu verbessern – ruhig, verantwortungsvoll für Ihr Wohlbefinden.
Bei der Quaddeltherapie injizieren wir ein niedrig dosiertes Lokalanästhetikum sehr oberflächlich in die Haut. An den kleinen Einstichpunkten bildet sich eine sichtbare, leicht erhabene Hautstelle – die sogenannte Quaddel. Dieses Vorgehen stammt aus der Neuraltherapie und wird vor allem bei Schmerzen und muskulären Verspannungen genutzt.
Die Behandlung wirkt lokal: Die gereizten Nervenfasern in der Haut erhalten einen kurzfristigen „Reizstopp“, der den Schmerzimpuls abschwächen und damit den gesamten Spannungszustand der Muskulatur beeinflussen kann.
Typische Beschwerden, bei denen wir die Quaddeltherapie einsetzen
Die Quaddeltherapie eignet sich besonders für Beschwerden, bei denen Verspannungen oder myofasziale Reizungen im Vordergrund stehen. Häufig wenden wir sie an bei:
Beschwerden im Nacken- und Schulterbereich
Rückenschmerzen mit muskulärer Beteiligung
myofaszialen Schmerzen des Bewegungsapparates
funktionellen Beschwerden ohne strukturellen Schaden
bestimmten Formen von Kopf- und Spannungsschmerzen
Wichtig ist uns: Eine gründliche ärztliche Untersuchung und eine klare Diagnostik stehen immer am Anfang. Erst danach entscheiden wir gemeinsam, ob die Quaddeltherapie sinnvoll in das Behandlungskonzept passt.
Wie eine Behandlung in unserer Hausarztpraxis Amsel 5 in Essen-Stadtwald abläuft
Vor jeder Quaddeltherapie führen wir ein Gespräch und klären, welche Beschwerden aktuell bestehen, welche Vorerkrankungen vorliegen und wie die bisherigen Behandlungen verlaufen sind. Wir erklären Ihnen das Vorgehen Schritt für Schritt und beantworten alle Fragen in Ruhe.
Anschließend desinfizieren wir die Haut über dem betroffenen Bereich. Mit einer feinen Kanüle geben wir mehrere kleine Injektionen knapp unter die Haut. Viele Patienten spüren ein kurzes Pieksen, das schnell abklingt. Innerhalb weniger Minuten entstehen die kleinen Quaddeln.
Die Behandlung dauert in der Regel nur wenige Minuten. Danach berichten viele Patienten über ein Wärmegefühl, eine leichte Rötung oder eine kurzzeitige Druckempfindlichkeit an der behandelten Stelle. Diese Reaktionen sind meist harmlos und klingen rasch wieder ab. Im Anschluss besprechen wir gemeinsam, wie sich die Beschwerden verändern und welche weiteren Schritte sinnvoll sind.
Welche Vorteile bietet die Quaddeltherapie?
Unser Ziel ist nicht eine „Wunderlösung“, sondern eine gut abgestimmte Unterstützung im Rahmen der hausärztlichen Versorgung. Die Quaddeltherapie bietet dabei mehrere positive Effekte:
- Linderung lokaler Schmerzen: Das Lokalanästhetikum unterbricht für kurze Zeit die Übertragung von Schmerzimpulsen. Dadurch entspannt sich oft der belastete Bereich.
- Entspannung verspannter Muskulatur: Der Schmerz-Verspannungs-Kreislauf wird unterbrochen. Muskeln, die zuvor durch dauerhafte Reizung angespannt waren, lassen leichter nach.
- Förderung der lokalen Durchblutung: Die leichte Reizung der Haut und die Entspannung der Muskulatur unterstützen den natürlichen Regenerationsprozess.
- Gute Kombinierbarkeit: Die Quaddeltherapie ergänzt andere Maßnahmen wie Physiotherapie, Bewegung, Wärmebehandlung oder Medikamente. Sie fügt sich als Baustein in ein ganzheitliches Behandlungskonzept ein.
Viele unserer Patienten berichten, dass sich die Beweglichkeit verbessert und alltägliche Belastungen wieder angenehmer werden.
Mögliche Nebenwirkungen und klare Grenzen der Quaddeltherapie
Die Quaddeltherapie gilt als gut verträgliches Verfahren. Dennoch sprechen wir mögliche Nebenwirkungen offen an. Häufig bleiben sie gering und lokal begrenzt, zum Beispiel:
- kleine Blutergüsse
- vorübergehende Rötungen oder Schwellungen
- kurzfristige Druckempfindlichkeit
- selten eine Unverträglichkeitsreaktion auf das verwendete Lokalanästhetikum
Wir setzen die Therapie nicht ein, wenn Allergien gegen Lokalanästhetika bekannt sind, eine akute Infektion an der Einstichstelle vorliegt oder bestimmte Gerinnungsstörungen bestehen.
Wichtig ist uns auch eine sachliche Einordnung: Die wissenschaftliche Datenlage zur Quaddeltherapie ist begrenzt. Sie ersetzt keine umfassende medizinische Behandlung, sondern ergänzt sie dort, wo sie sinnvoll und verantwortungsvoll eingesetzt wird.
Quaddeltherapie in der Praxis Dr. med. Peter Schlitzer
In unserer Hausarztpraxis Amsel 5 in Essen-Stadtwald verstehen wir die Quaddeltherapie als Teil einer ganzheitlichen Betreuung bei Schmerzen und Funktionsstörungen des Bewegungsapparates. Wir entscheiden individuell anhand der Untersuchung und im Austausch mit Ihnen, ob dieses Verfahren sinnvoll ist. Transparenz und eine ruhige, verständliche Aufklärung stehen für uns dabei im Mittelpunkt.
Wenn Sie Fragen zur Quaddeltherapie haben oder prüfen möchten, ob diese Behandlung in Ihrem Fall geeignet ist, sprechen Sie uns gern an. Wir nehmen uns Zeit, die passende Vorgehensweise gemeinsam zu planen.